21.02.2017

Sozialer Wohnungsbau ist wieder möglich – und nötig!

SPD-Sprecher erörtern wohnungsbaupolitische Perspektiven
Dies dürfe jedoch nicht zu einer weiteren Zersiedelung der Landschaft führen und sollte gemeindeübergreifend abgestimmt werden. Der Schwerpunkt muss auf den Bau von Mitwohnungen gelegt werden, die sich auch einkommensschwächere Hauhalte leisten können. Der Wohnungspakt Bayern mit seinen verschiedenen Wohnungsbauprogrammen beinhaltet finanzielle Anreize, die besonders kommunale Investitionen erleichtern.
Natürlich gebe es beim Thema „Wohnraum schaffen“ bei den einzelnen Gemeinden unterschiedliche ortplanerische Voraussetzungen und somit unterschiedliche Chancen der Umsetzung. 2. Bürgermeister Bartl Mittner wies zurecht darauf hin, dass es der Marktgemeinde Berchtesgaden von der Siedlungsstruktur und der Topographie her noch ein wenig schwieriger falle, neuen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen als der einen oder anderen Nachbargemeinde. Die SPD-Politiker waren sich einig, dass bezahlbarer Wohnraum in erster Linie durch bauliche Verdichtung, durch Ortsabrundungen bzw. durch Ausweisung von Bauland direkt im Anschluss an bebaute Siedlungsteile erfolgen solle. Neben einem landschaftsökologisch verantwortungsbewussten Flächenmanagement geht die Zielrichtung der SPD-Gemeinderäte klar in Richtung sozialen Wohnungsbau. Dabei müsse die Gemeinde den Handlungsrahmen bestimmen, am besten durch den Ankauf entsprechender Flächen. Durch das vom Land Bayern aufgelegte kommunale Wohnraumförderungsprogramm im Rahmen des Wohnungspakt Bayern gebe es ausgezeichnete Investitionsfördermaßnahmen sowie die Möglichkeit, bei der Wohnungsbelegung einkommensschwächeren Haushalten durch Mietzuschüsse eine bezahlbare Wohnung zu vermitteln. „Das Programm ist da, jetzt müssen geeignete Flächen gefunden werden“, forderte Andreas Pfnür. Alle Maßnahmen der Gemeinde, auf Flächen im Gebiet „Drei Steine“ in der Hinterschönau, Wohnraum für einheimische Familien zu schaffen, werden von der SPD unterstützt.
Hier sei man in Bischofswiesen bereits erfolgreich unterwegs, freute sich Hans Metzenleitner. Neben den drei Großinvestitionen der kommenden Jahre, die verkehrlichen Verbesserungen im Ortszentrumsbereich, die Schulhauserweiterung zu einem Mittelschulzentrum und die Planung eines Bürgerzentrums mit neuem Rathaus habe die Gemeinde im vergangenen Jahr die Wohnanlage „Am Burgergraben“ mit derzeit 32 Wohneinheiten für 1,6 Millionen Euro erworben. Der Bischofswieser Fraktionschef bezeichnete den Kauf als eine wohnungsbaupolitische Großtat und lobte die mutige und richtige Entscheidung des gesamten Bischofswieser Gemeinderats, bestehenden Wohnraum zu sichern sowie durch bauliche Verdichtung neuen zu schaffen. So entstehe neuer, an den sozialen Bedürfnissen der Haushalte ausgerichteter Wohnraum, ohne freie landwirtschaftliche Flächen überplanen zu müssen.
Genau dies sei auch bei der Verabschiedung der Innenbereichssatzung am Meislweg geschehen, wo in einem schmalen Streifen zwischen Meislweg und Kressenweg vier Bauparzellen im Einheimischenmodell durch die Gemeinde angeboten werden. „Das Kressenfeld daneben bleibt unbebaut“, erklärte Hans Metzenleitner. Als SPD-Sprecher freue er sich, dass angesichts des hohen Drucks auf den einheimischen Wohnungsmarkt Bischofswiesen auch weiterhin Ausschau nach geeigneten Flächen halten werde, die dann ausschließlich zu gemeindlichen Konditionen erworben und überplant werden können.




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